Sandra Schießl

Sandra Schießl

Sandra Schießl studierte in Bremen und Glasgow Freie Kunst und machte 1995 ihren Bachelor of Arts in Sculpture. In Hamburg arbeitete sie danach viele Jahre als Animatorin und schloss parallel ihr Trickfilmstudium an der HfBK 2002 mit dem Diplom ab. Seit der Mitbegründung der Firma TRIKK17 ist Sandra Schießl als Geschäftsführerin, Regisseurin, Designerin und Animatorin tätig und stellt mit großer Begeisterung animierte Kurzfilme, Musikvideos, Werbespots und Kinderfilme her.

Filmografie

  • 1994 animals
  • 1994 Shall I give them names?
  • 1995 Panther, Tiger & Co.
  • 1999 Große Gefühle
  • 2000 Butt Naked
  • 2004 Stars Gesucht

Die Nacht des Elefanten

Deutschland 2012 | Animation | 8 min. | FSK: 0

Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Animationsfilme bis 30 Minuten

  • Regie, Design: Sandra Schießl
  • Autor, Co-Regie, Design, Narration: Martin Baltscheit
  • Produktionsleitung: Sebastian Rau, Marion Heinßen
  • Sound: Manor Station
  • Musik: Jens Fischer
  • Stop-Motion, Animation: Michael Hughes, Sandra Schießl

Inhalt

Nachts kann der Elefant nicht schlafen. Er hört merkwürdige Geräusche...

Jurybegründung


Nadel und Zwirn braucht man eigentlich, um sich ein schickes Teil zu nähen. Oder - um einen Film zu machen. Mit wenigen Stichen gelingt es den Filmemachern, eine fernöstliche Tier- und Märchenwelt zu erschaffen. Die Geschichte wird alters-, sprich zielgruppengerecht erzählt und dabei geschickt mit den Materialeigenschaften gespielt. Gute Ideen erwecken oft den Eindruck des Naheliegenden. Die scheinbare Einfachheit in der Wahl der Mittel entspricht perfekt der Struktur und dem Charme der Geschichte und erzeugt einen wohltuenden Kontrast zu den sich immer ähnlicher werdenden Computeranimationen, die den Massenmarkt bedienen. Aber nicht nur deswegen bezauberte der heute auszuzeichnende Film die Jury. Im digitalen Zeitalter wirkt der Film geradezu analog. Stoffe und Knöpfe bekommen eine Seele. Figuren werden mit einfachsten Strichen lebendig, stehen im Kontrast zu üppiger Ornamentik. So alt-modisch das klingen mag, aber die filmische Nadelarbeit ist bestens geeignet, auf besondere Weise die Kreativität unserer Kinder zu befördern. Mehr von solchen Filmen und - um im Bild zu bleiben - der deutsche Animationsfilm wäre raus aus dem Schneider.

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