Susann Maria Hempel

Susann Maria Hempel

Susann Maria Hempel wurde 1983 in Greiz in der ehemaligen DDR geboren. Von 2001 bis 2009 studierte sie Mediengestaltung/Medienkunst an der Bauhaus-Universität Weimar. Während dieser Zeit war sie auch Mitglied der Künstlergruppe „Theaterhaus Weimar“.

Filmografie

  • 2007 película
  • 2008 DER WEINENDE DRITTE
  • 2009 DER MANN, DER NICHT WEINEN WOLLTE
  • 2010 DIE FLIEGEN (The Birds II)
  • 2012 WIE IST DIE WELT SO STILLE
  • 2012/13 DER GROSSE GAMMEL

Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen

Deutschland 2014 | Experimental | 18 min. | FSK: ?

Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Experimentalfilme bis 30 Minuten

  • Konzept, Buch & Regie: Susann Maria Hempel
  • Kamera: Berta Valín Escofet
  • Musik & Ton: Susann Maria Hempel
  • Ausstattung: Susann Maria Hempel
  • Darsteller: Henning Kunze
  • Produktion: Susann Maria Hempel

Inhalt

Als wild gewordenes Andachtsbuch auf der Grundlage von Interviews gestaltet, erzählt der Film die Passionsgeschichte eines ostthüringischen Erwerbsunfähigkeitsrentners, der sich seit einem 1989 in einer Haftanstalt der DDR erlittenen Gedächtnisverlust in eine Reihe unglückseliger Ereignisse verstrickt hat.

Jurybegründung

Die Spieluhr spielt. Die Lichtschalter tanzen dazu. Die Lampe sendet Morsezeichen. Alte Kabel greifen tentakelartig nach dem Bildbetrachter. Mechanisches Objektballett nennt es die Künstlerin selbst. Eine überbordende Fülle von originellen Bildfindungen in einer Art Recyclingkabinett wird mit Interviewtexten, Gesängen und Geräuschen verwoben. Es sind Erinnerungen und Befindlichkeiten, die in eine filmische Performance überführen. Das sichere Gefühl für Timing und Tonalität zieht den Zuschauer hinein in die Episoden-Schicksals-Miniaturen. Eine surreale Welt inmitten muffigen und bröckeligen Tapetendesigns. Gelebtes Leben tritt noch einmal auf die Puppentheaterbühne, vorbeirauschende Züge verbinden die Kapitel. Man fühlt sich an Filme von Jan Svankmajer oder der Gebrüder Quay erinnert, nur ist bei unserem ausgezeichneten Film nichts im klassischen Sinne animiert. Alles bewegt sich real. Mechanisches Ballett eben.

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