Jan Sobotka

Jan Sobotka

Jan Sobotka wurde 1978 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) geboren. Nach seinem Germanistik- und Soziologiestudium 2006, absolvierte er bis 2012 bei Gerd Roscher sein Filmstudium an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK). Jan Sobotka lebt mit seiner Familie als freier Filmemacher, Kameramann und Fotograf in Berlin.

Filmografie

  • 2005 Attila ante Portas
  • 2012 ddr augenzeuge NP27
  • 2013 Kurze Schatten

Nach Auschwitz

Deutschland 2014 | Dokumentarfilm | 20 min. | FSK: 0

Deutscher Kurzfilmpreis in Gold für Dokumentarfilme bis 30 Minuten

  • Protagonisten: Margrit Bormann, Andrzej Jastrzębiowski
  • Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Jan Sobotka

Inhalt

Die Beobachtung der Konservierungsmaßnahmen im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau verdeutlicht die Vergänglichkeit der Exponate und bietet die Möglichkeit, über den Inhalt und die Zukunft des kulturellen Gedenkens nach Auschwitz nachzudenken.

Jurybegründung

Brillen werden entwirrt, Kofferschlösser von Rost befreit, Schuhe gewaschen. Symbolträchtige Gegenstände, die vor dem Verfall bewahrt werden, um die Authentizität eines Ortes zu erhalten. Der Dokumentarfilm zeigt Restauratoren im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz bei ihrer Arbeit. Mit der gleichen Behutsamkeit und Präzision wie seine Protagonisten nähert sich Jan Sobotka der Frage nach dem Umgang mit dem Erbe des Holocaust. Keine Erklärung, kein Pathos, keine erzwungene Betroffenheit. Indem er sich auf die nüchterne Beobachtung beschränkt, bringt uns der Film wie von selbst darauf, dass es nicht nur um den Erhalt historischer Museumsstücke geht, sondern um die Suche nach Möglichkeiten der kollektiven Erinnerung. Anstatt Antworten zu geben, lässt der Film Raum für Gedanken, Gefühle und Fragen. Das ist, so seltsam es in diesem Zusammenhang klingen mag, eine Wohltat. Nicht, weil es uns als Zuschauer entlastet, sondern, im Gegenteil, zum Nachdenken bringt.

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