Axel Ranisch
Geboren 1983 in Berlin. Ausbildung als Medien- und Theaterpädagoge. Es folgen zahlreiche Praktika sowie ein Studium der Filmregie an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" Potsdam-Babelsberg. 2011 gründet er mit Anne Baeker, Heiko Pinkowski und Dennis Pauls die Produktionsfirma SEHR GUTE FILME. Axel ist außerdem als Schauspieler und Medienpädagoge tätig.
Filmografie
- 2004 Rhythmus im Kopf
- 2007 Der will nur spielen! (TV)
- 2008 Glioblastom
- 2010 Diego Alonso
- 2011 Tröpfchen (Langfilm)
Dicke Mädchen
- Buch: Axel Ranisch, Heiko Pinkowski, Peter Trabner
- Regie/Ton/Kamera: Axel Ranisch
- Mischung: Johannes Varga
- Schnitt: Guernica Zimgabel, Milenka Nawka
- Cast: Ruth Bickelhaupt, Heiko Pinkowski, Peter Trabner, Paul Pinkowski
- Produktion: SEHR GUTE FILME GbR (Heiko Pinkowski, Axel Ranisch, Anne Baeker, Dennis Pauls)
- Verleih: Missing Films, Christos Acrivulis (verleih@missingfilms.de)
www.dickemaedchen.com
www.missingfilms.de
Inhalt
Sven Ritter lebt mit seiner an Demenz erkrankten Mutter Edeltraut zusammen, teilt mit ihr das Leben, die Wohnung, sogar das Bett. Tagsüber arbeitet er in der Bank. Während Svens Arbeitszeit kommt Daniel Marquardt in die Wohnung und passt auf Edeltraut auf, geht mit ihr zum Friseur, spazieren, einkaufen und hält die Wohnung in Schuss. Doch eines Tages sperrt Edeltraut Daniel beim Fensterputzen auf dem Balkon aus und macht sich allein aus dem Staub. Die beiden Männer gehen auf die Suche nach ihr. Doch was sie finden, ist nicht nur Edeltraut, sondern eine zarte Zuneigung zueinander, die das Leben der Beiden gehörig durch einander bringt.
Jurybegründung
Der No-Budget-Film bespielt ganze Themenfelder. Es rappelt im Karton, Plotpoint jagt Plotpoint. Und doch schaffen Regisseur Axel Ranisch und die grandiose Improvisation von Ruth Bickelhaupt, Heiko Pinkowski und Peter Trabner immer wieder berührend komische und traurige Momente. Eine demente Mutter macht die besondere Perspektive auf das Leben ihres Sohnes und ihres Pflegers möglich, öffnet unseren Blick dafür, wie wir alles ja auch und anders sehen könnten. In den eigentümlichen Annäherungsversuchen der beiden Männer zeigen sich die Hürden, die es zu meistern gilt, wenn Rollenvorbilder in biografischen Konstellationen nicht taugen. Schließlich bleibt der eine und der andere macht sich doch davon. Wir spüren die Befreiung – aus einer Enge, die wir gar nicht mehr als solche erlebt haben.