Jakob Schuh

Jakob Schuh

Jakob Schuh, geboren 1976 in München, studierte zunächst Theaterdramaturgie an der Bayrischen Theaterakademie, München und Malerei an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. 2002 diplomierte er im Fach Animationsregie an der Filmakademie Baden-Württemberg, wo er seit 2003 unterrichtet. Im selben Jahr gründete er mit sechs Mitstudenten das Ludwigsburger Animationshaus "Studio Soi" wo er seither bei preisgekrönten Kurzfilmen, Titelsequenzen und Werbungen Regie führt. Das Hauptaugenmerk von Schuh und "Studio Soi" liegt seit zehn Jahren im Bereich der anspruchsvollen Kinderunterhaltung. Zuletzt war Schuh mit der BBC Produktion "The Gruffalo" für einen BAFTA, einen Grimmepreis und 2011 für einen Oscar nominiert.

Filmografie

  • 2002 BUNNIES
  • 2004 TORVALD UND DER TANNEBAUM
  • 2004 AMORA
  • 2004 STRASSE DER SPEZIALISTEN
  • 2005 OLIS
  • 2006 TOM & Lily
  • 2006 ERNST IM HERBST
  • 2007 Engel zu Fuß
  • 2009 The Gruffalo


Bin-Han To

Bin-Han To

Bin-Han To wurde als Sohn vietnamesischer und philippinischer Immigranten in Wesel geboren und wuchs im ländlichen Bayern auf. Sein künstlerisches und technisches Interesse führte zu seinem Studium der Audiovisuellen Medien an der Hochschule der Medien Stuttgart. Seine Abschlussarbeit schrieb er über das "Virtuelle Marionettentheater”, arbeitete dann freischaffend und ist seit Herbst 2009 Student der Filmakademie Baden-Württemberg.

Filmografie

  • 2006 Luna
  • 2008 Löwenzahn Roboter
  • 2009 Dodi
  • 2009 Escalator Escalation
  • 2010 Noise Pollution

Die Prinzessin, der Prinz und der Drache mit den grünen Augen

Deutschland 2011 | Animationsfilm | 7' | FSK 0
Deutscher Kurzfilmpreis in Gold,
Kategorie "Animationsfilme mit einer Laufzeit bis 30 Minuten"
  • Regie: Jakob Schuh, Bin-Han To
  • Drehbuch: Angelika Glitz
  • Animation: Adeline Grange, Benoit Tranchet, Bong Nguyen, Florian Parrot
  • Ton: Christian Heck
  • Musik: Hans Franek
  • Sprecher: Marleen Lohse, Benjamin Quabeck, Elmar Gutmann, Stefan Feddersen-Clausen
  • Produktion: Studio Soi, Ludwigsburg

Inhalt

Ein obsoleter Prinz will Zeitung lesen. Eine resolute Prinzessin will Holz holen. Und ein fürsorglicher Drache sucht ein nützliches Geburtstagsgeschenk für seine Großmutter. Am Ende ist alles anders als man denkt.

Jurybegründung

Was zeichnet einen guten Kinderfilm aus? Genau, dass nämlich auch die Erwachsenen auf ihre Kosten kommen. Die Geschichte von der Prinzessin, dem Prinzen und dem Drachen spielt mit Rollenklischees und kehrt die üblichen Verhältnisse auf originelle und sympathische Weise um. Jeder bekommt am Ende, was er verdient. So verschmitzt und direkt die Dialoge sind, so kommt auch die Gestaltung daher. Einfache Animation, trendiges Retrodesign und knackiges Timing bewirken einen stimmigen Eindruck. Es ist alles da, was die Geschichte braucht. Auf Schnörkel und erzählerische Umwege haben die Macher getrost verzichtet. Nichts lenkt von den Figuren und der Handlung ab. Der Subtext für die Älteren bricht sich freie Bahn. Und wenn sie nicht gestorben sind, putzt der Drache wohl noch heute die Teller und heizt nicht nur dem Kessel ein.

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