Pain That Comes in Waves
Deutscher Kurzfilmpreis in Gold - Kategorie Experimentalfilm bis 30 Minuten Laufzeit
Regie :
Irem Schwarz
Original-Filmmusik / Original Score: Damian Scholl
Tongestaltung / Sound Design: Marc Lehnert
Schnitt / Editing: Irem Schwarz
Produktion: Irem Schwarz
Drehbuch / Script: Irem Schwarz
Bildgestaltung / DOP: Stockvideo
Das Universum, der Supermarkt.
Zeichen am Himmel, Kultur im Wahn.
Die Rollen sind klar, aber das Stück ist falsch.
Das ist nicht meine Stimme, die spricht.
Das sind nicht meine Bilder.
Mein Baby wächst in einem Garten aus Blut und Liebe.
Bin ich Gott?
Natur kennt keine Moral, der Schmerz kommt in Wellen.
Jurybegründung
Der Philosoph Philipp Mainländer entwarf im 19. Jahrhundert die Theorie, dass unser Universum aus dem sterbenden Gott entstand. Mit dieser Idee beginnt ein sehr gewagter und persönlicher Film über einen recht normalen Vorgang in unserer Welt, eine Schwangerschaft. Vor ungewöhnlichen, herausfordernden und sogar schmerzhaften Perspektiven auf dieses Thema wird nicht zurückgeschreckt. Den sehr intimen Einblicken und Gewissenskonflikten der Regisseurin, die stellvertretend von einer computergenerierten Ich-Erzählerin gesprochen wird, ist überaus klischeehaftes Stock-Footage-Videomaterial gegenübergestellt, sodass manchmal nicht zu entscheiden ist, was von beidem mehr schmerzt. Diese sehr clevere und von Humor durchzogene Montage lässt tief in die private Gedanken- und Gefühlswelt blicken, ohne in eine gefühlsduselige Nabelschau abzugleiten. Das trifft besonders auf das absolut unerwartete Ende zu. Denn der Schmerz kommt in Wellen, oder wie der Titel es sagt: PAIN THAT COMES IN WAVES.Irem Schwarz
Irem Schwarz ist Filmeditorin (BFS), Filmemacherin, Medienwissenschaftlerin und Atheistin. Sie absolvierte ihren Magister in Theater- und Medienwissenschaften, Psychologie und Soziologie an der FAU Erlangen-Nürnberg und ihren Master in Montage an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.