Eine Frau mit rotem Haar läuft lächelnd von einer Gruppe von Menschen weg, die verschwommen im Hintergrund vor einer großen Halle aus Holz stehen. Es dämmert und Rauch weht durch die Luft.

At Home I Feel like Leaving

Spielfilm | Deutschland, Österreich 2025 | 20'00 | Deutsch | FSK 12
Deutscher Kurzfilmpreis in Gold - Kategorie Spielfilm mit einer Laufzeit von 15 bis 30 Minuten
Regie : Simon Maria Kubiena
Drehbuch / Script: Simon Maria Kubiena, Nicola Jakobi
Schnitt / Editing: Jan Wollenschläger
Bildgestaltung / DOP: Dennis Banemann
Szenenbild / Production Design: Emma Schaub
Tongestaltung / Sound Design: Rachel Oker
Produktion: Fabian Leonhardt, Lena Zechner
Besetzung / Cast: Lisa Weber, Richard Schmidt-Wonisch, Katharina Loewert, Alexander Kienbichl, Martin Sommerauer
Original-Filmmusik / Original Score: Moritz Klock
Produktionsfirma: Filmakademie Baden-Württemberg
Eine junge Frau kehrt zurück in ihr Heimatdorf in den Voralpen, nachdem ihr Vater im Wald verschwunden war. Während dort das alljährliche Sonnwendfeuer vorbereitet wird, ist sie hin- und hergerissen zwischen der Verantwortung für ihren infantilen Vater und der Sehnsucht nach Nähe und Unbeschwertheit, die sie mit einer Jugendfreundin erlebt. Zwischen der Beklemmung der elterlichen Wohnung und dem heiteren Treiben der Festvorbereitungen sucht die junge Frau ihren Platz.
Jurybegründung
Mit großer Sensibilität erzählen die Filmschaffenden die Geschichte einer jungen Frau, die in ihr Heimatdorf zurückkehrt, um sich um ihren infantilen Vater zu kümmern. Visuell stark, zugleich angenehm unaufdringlich und ohne das Provinzleben zu beschönigen oder zu glorifizieren, gelingt es dem Film, die Zuschauenden Stück für Stück in die fast hermetisch geschlossen wirkende Welt seiner Erzählung hineinzuziehen. Das reife Zusammenspiel aller filmischen Gewerke, ein starkes Ensemble, angeführt von einer herausragenden Hauptdarstellerin, und die authentische Komparserie in der Tiefe der Bilder, formt das stimmige Gesamtbild des fiktionalen Dorfes. Somit gelingt diesem Film die feinfühlige Erzählung einer Annäherung an die Heimat, an den eigenen Vater, an die vergangene Jugend und Kindheit. Was bleibt, ist ein warmherziger Film von leiser, aber nachhaltiger Kraft, der zur Versöhnung mit der eigenen Biografie und Identität anregt.

Simon Maria Kubiena

Simon Maria Kubiena
1998 in Wien geboren, lernte Simon Maria Kubiena das Filmemachen durch die Schauspielerei, unter anderem am Wiener Burgtheater, kennen und nahm an mehreren Film- und Schauspielworkshops teil. Seit 2019 studiert er Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg und war für ein Austauschsemester an der La Fémis in Paris.