Kurzfilmtournee 2020

32-Rbit

Deutschland 2018 • Animationsfilm • spanisch • 8 Min. • FSK 12
Nominierung in der Kategorie für Animationsfilme bis 30 Minuten
Regie, Drehbuch: Victor Orozco Ramirez
Ton: Roman Vehlken
Schnitt: Victor Orozco Ramirez, Pablo Narezo
Produktion: Victor Orozco Ramirez

Mit gespenstisch anmutenden, surrealen Bildern animiert Victor Orozco Ramirez verstörende und irrsinnige Szenen aus dem Internet. Eine Voice-Over-Stimme erzählt von den Verheißungen der virtuellen Parallelwelt und der ernüchternden Erkenntnis, dass mit CTRL+Z nicht alles rückgängig zu machen ist.

Jurybegründung:
Als der Filmemacher seine Großmutter das letzte Mal sah, konnte sie sich an nichts erinnern. Nicht an ihr Leben, aber auch nicht an ihre Fehler. Uns kann das nicht passieren, sagt er im Film. Denn wir haben das Internet. Ein Medium der Möglichkeiten und vor allem kostenlos.
In seinem animierten Essay reflektiert Victor Orozco Ramirez über seinen Umgang mit dem Internet und hält uns allen dabei den Spiegel vor. Während er spricht, sehen wir Szenen, in denen Menschen unglaublich dumme Dinge tun. Diese Aufnahmen aus echten Videos sind in schwarzweiß übermalt und verändert. Dadurch schafft die Animation eine Distanz, aber die absurde Faszination mit dem Inhalt bleibt. In Verbindung mit dem Text entwickelt sich daraus eine bitterböse Medienkritik. Denn es gibt kein Entrinnen. Einmal verbunden begeben wir uns gern und immer wieder in die Abhängigkeit. Dieser Film ist keine Dystopie, das ist brutale Gegenwart. Das sind unsere Erinnerungen, das ist unser Internet, das sind unsere Fehler. Und sie bleiben.
[DOWNLOAD] Stills & Regiebild

Victor Orozco Ramirez

Masterabschluss in Dokumentarfilm an der HfBK Hamburg; organisierte von 2005 bis 2012 in Ecuador, Mexiko und Deutschland das Kurzfilmfestival "ambulart"

Filmografie:
2012 REALITY 2.0
2008 TATEIKIE BEHIND THE CURTAIN
2005 SPARE THE BLOOD, SPOIL THE CHILD
2004 THEATER OF CRUELTY
2003 SQUAREHEAD
2002 MAKE ME A SAINT